Asien > Japan > Hiroshima-ken > HiroshimaHiroshima
Beitrag zu "Hisoshima Peace Memorial"
|
vom November 14, 2007 18:22 |
AtombombeDer Ort hat mich sehr überrascht. Der Weg dorthin ist gekennzeichnet von den bekannten Bildern der Kuppel. Man weiß was da geschehen ist, man erinnert sich an Menschen und deren Haut. Bei mir hat sich ein mulmiges Gefühl breitgemacht, ob es noch härter im Museum selbst wird. Nein, der Eingang ist sehr weitläufig und hell. Das bleibt auch so, keine Kammern, die darauf aufmerksam machen, dass man doch bedrückt sein sollte. Nichtsdestotrotz es gibt einen Passage, an der es hart wird. Keine Zeitungsbilder – alles sehr groß und sehr klar. Das Konzept selbst ist dokumentarisch ausgelegt ohne übertriebene Textsammlungen. Bspw. auch die Funktion und Geschichte der Waffe selbst. Dennoch kommen Emotionen mit der Zeit auf. Schock weniger als Trauer, Unverständnis und Wurt auf die Bombe. Zugegebenermaßen hatte ich aufgrund meiner Erfahrungen und leichten Vorurteile erwartet, Japan würde sich in enormen Maße als Opfer darstellen, aber dem ist nicht so. Es ist Hiroshima und es geht um Hiroshima – nicht den zweiten Weltkrieg. M.E. bezeichnet der Titel des Museums seinen Zweck, In Deutschland wird alle Jahr wieder den Opfern von RAF und seltener den Opfern der Flächenbombardements gedacht, statt deutlich zu machen, dass solche (nicht nur diese) Attacken kriegsstrategisch keinen Sinn haben und unzählige Menschen töten. Es wird viel gedacht, es wird nur nicht nachgedacht. Genau hierzu regt das Peace Memorial an. Es ist ein Warnschild, dass man sich allein mit der Aussage dort gewesen zu sein um die Brust hängt. Ich bin kein Pazifist, aber A ist das Böse. |
Kommentare von Mitgliedern:
sagte Wed, 14 Nov 2007 22:45:04 GMT
Du willst einen eigenen Kommentar abgeben? Dann logge dich ein.