Bali 2005
"Insel der Götter" steht in den Reiseprospekten und "ein Traumziel für den Urlaub in Indonesien". Beides stimmt. Aber nur, wenn man als Hotelgast im bevorzugten Südosten der Insel mehr sucht als hervorragenden Service und einen hoteleigenen Badestrand. Bali beginnt schon wenige hundert Meter weiter und erschließt sich erst richtig bei Ausflügen ins Hinterland.
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Fotos zum Bericht
Ankunft in Tanjung Benoa
Propinsi Bali, Indonesien,
7/2005
Zugegeben: Die 16stündige Flugreise von Frankfurt nach Denpasar mit Zwischenstop in Singapure erfordert Geduld und Vorfreude auf die Ankunft.
Beides wurde belohnt, als mein Sohn und ich im "Grand Hotel Mirage" auf Bali herzlich empfangen wurden.
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Bearbeitet Sun, 20 Dec 2009 17:23:45 GMT
Blick in den tropischen Garten
Der erste Blick aus unserem Hotelzimmer ließ die Müdigkeit nach der langen Anreise verfliegen. Der versprochene 4*-Standard war schon an der Sauberkeit und am erstklassigen Zimmerservice abzulesen.
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Bearbeitet Fri, 27 Nov 2009 08:27:51 GMT
Ausflug nach Sanur
Wegen seiner herrlichen Sandstrände lohnt sich ein Abstecher nach Sanur an der Südostküste der Insel. Das haben schon andere Urlauber vor uns herausgefunden, was an den vielen Hotels und dem pulsierenden Leben auf der Uferpromenade unschwer zu erkennen ist (links außerhalb des Bildes, neben meinem Sohn Wolf, der den Baum festhält). Nun kennen wir zwei der in den Reisekatalogen gepriesenen Touristenzentren. Aber wo ist das Bali, das wir suchen?
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Bearbeitet Fri, 01 Jan 2010 17:59:49 GMT
Bootstour zur Nachbarinsel
Es war nicht schwer, mit den "Bediensteten" innerhalb und außerhalb unseres Hotels ins Gespräch zu kommen. Und deshalb leicht, einen nebenberuflichen Bootsführer privat für eine Tagestour zur Insel Nusa Lembogan zu verpflichten. Der Preis war schnell ausgehandelt und für europäische Verhältnisse mehr als günstig. Da das Boot über einen Glasboden verfügte, erschloss sich uns in Riffnähe sogar ohne Schnorchelausrüstung die Unterwasserwelt im kristallklaren Meer.
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Bearbeitet Fri, 01 Jan 2010 18:02:52 GMT
Nusa Lembogan - bezauberndes Eiland
Die Seele baumeln und den Blick hinüber nach Bali schweifen lassen. Am Horizont, wenn auch wie üblich wolkenverhangen, erkennt man den höchsten Berg Balis. Es ist der Mount Agung (Gunung Agung), ein immer noch aktiver Vulkan mit einer Höhe von über 3000 m. Von Einheimischen wird er als "Sitz der Götter" verehrt. Beim letzten Ausbruch 1963 verschüttete er allerdings ganze Dörfer und deren Bewohner.
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Bearbeitet Fri, 27 Nov 2009 07:41:58 GMT
Zurück nach Bali
Zeitig forderte uns der Bootsführer zur Rückfahrt auf. Er wusste, dass am späten Nachmittag der Wellengang zunimmt und ein Stück Indischer Ozean mit starker Strömung zu überwinden sei. Was bei manchen Landratten zur Seekrankheit geführt hätte, hinterließ bei Vater und Sohn bei der Ankunft lediglich nasse Klamotten und die Erinnerung an eine wilde Seefahrt. Im Hintergrund sieht man den Mangrovenwald, der die Bucht säumt.
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Bearbeitet Fri, 11 Dec 2009 13:23:31 GMT
Besuch auf der Schildkröteninsel
Im Norden der Halbinsel liegt die Siedlung Benoa Harbour. Von hier aus gibt es nicht nur eine Schiffsverbindung zur Insel Lombok östlich von Bali, sondern auch eine Garage, dessen Besitzer über ein Speedboot verfügt. Welch ein Zufall, dass er uns gegen ein kleines Honorar zu einem Trip zur Schildkröteninsel einlud. Meeresschildkröten, die dort ihre Eier ablegen, wandern wegen strenger Artenschutzbestimmungen nicht mehr in den Kochtopf. Stattdessen werden die Eier eingesammelt und die ausschlüpfenden Babyschildkröten aufgezogen, um sie später in die Freiheit zu entlassen. Um die Attraktivität für Besucher zu erhöhen, kann man auf dem Eiland auch Schlangen, Flughunde, handzahme Raubvögel und andere Lebewesen besichtigen.
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Bearbeitet Fri, 27 Nov 2009 15:41:04 GMT
Schiffe versenken ohne Abwrackprämie
Was nicht mehr seetauglich ist, wird in der Benoa Bay auf Grund gesetzt. Der Anblick scheint hier keinen zu stören. Sicher haben unterhalb der Wasserlinie etliche Meeresbewohner ein Zuhause gefunden - ein interessantes Betätigungsfeld für Freizeittaucher. Das Bild erinnert mich heute irgendwie an die Zusammenarbeit in der neuen Koalition. "Volle Kraft voraus - oder auch nicht."
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Bearbeitet Fri, 01 Jan 2010 18:10:36 GMT
An jeder Ecke ein Haustempel
Was wäre Bali ohne seine Götter? Abgesehen von den großen und berühmten Tempelanlagen auf der Insel hat jedes Dorf, jedes größere Haus "seinen" Tempel. Dort werden jeden Tag frische Speisen zubereitet, appetitlich dekoriert und auf Tischen, Mauern oder auf dem Fußweg plaziert. Dass sich auch streunende Hunde darüber freuen, nehmen die Balinesen in Kauf. Merke: Auch Tiere haben eine Seele.
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Bearbeitet Fri, 01 Jan 2010 23:23:27 GMT
Der Abschied fällt schwer
Die schönsten Eindrücke von Bali lassen sich nicht in Worte fassen. Und wer in diesem Bericht bezaubernde Landschaftsbilder vermisst, möge mir verzeihen.
Immer dann, wenn wir mit einem landeskundigen Fahrer auf Tour waren, hatte ich die Kamera entweder nicht dabei. Oder die Motive erstand ich als Ansichtskarten. Auf jeden Fall sollte man auf organisierte Bustouren verzichten. Auch von einem Mietwagen oder Roller ist angesichts des für Europäer absolut chaotischen Straßenverkehrs dringend abzuraten. Es gibt genug Möglichkeiten, mit einem Taxifahrer (oder dessen Schwager) preiswerte Tagestouren zu den interessantesten Plätzen der Insel zu vereinbaren. Mit Englisch kommt man gut zurecht. Falls nicht, hilft ein Lächeln. Das wird, wie das Foto zeigt, gern erwidert. 
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Bearbeitet Wed, 06 Jan 2010 17:04:49 GMT
Markttreiben in Denpasar
Das Foto lässt die Größe und Vielseitigkeit des Marktes nur erahnen. Nicht nur dort, wo blaue Folien zu sehen sind, sondern vor allem im mehrstöckigen Marktgebäude herrscht ein lebhaftes Markttreiben. Kleine Restaurants und Garküchen liefern alles, was dem Gaumen lieb ist und der Magen verträgt. Auch ein Besuch von Kuta an der Westküste Balis ist dem zu empfehlen, der das pulsierende Stadt- und Nachtleben sucht. Traurig nur, dass nach 2002 auch im Oktober 2005, wenige Monate nach unserer Abreise, Bomben in Kuta hochgingen und Menschenleben forderten. Die Anschläge wurden fanatischen Islamisten zugeschrieben. Während die Bevölkerung Balis zu über 90 Prozent aus Hindus und nur zu rd. 6 Prozent aus Muslimen besteht, ist die Relation im übrigen Indonesien genau umgekehrt.
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Bearbeitet Wed, 06 Jan 2010 17:04:47 GMT